Lernen Sie “Nein“ zu sagen.

Können Sie “Nein“ sagen?

Vielen Menschen fällt es schwer “Nein“ zu sagen.

Was sind die Gründe dafür?

Menschen, die schlecht “Nein“ sagen können, haben gelernt, selbst wenn der Arbeitstisch überquillt, trotzdem Arbeitsaufträge anzunehmen.
Sie fühlen sich verantwortlich dafür, dass alle Arbeiten (auch im Privatleben) sofort zu erledigen sind und ein “Nein“ nicht ok ist.
Und so wie sie sich für die Arbeiten verantwortlich fühlen, so übernehmen Sie auch Verantwortung für die Gefühlswelten der Anderen.
Wenn ich jetzt “Nein“ sage, dann ist mein Gegenüber von mir enttäuscht…..etc.

Diese oder ähnliche Gedanken gehen durch den Kopf der Menschen, die nicht gelernt haben “Nein“ zu sagen.

Menschen, die nicht “Nein“ sagen können

  • mutmaßen
 häufig, was sich der Andere wünscht
  • stellen ihre Bedürfnisse hinten an und
    richten sich danach,
was andere von ihnen erwarten
  • fühlen sich dafür verantwortlich, dass es Anderen gut geht
  • versuchen alle zufriedenzustellen
  • sprechen nicht klar über ihre
 eigenen Wünsche und Bedürfnisse

Was können Sie tun um “Nein“ zu sagen?

  1. Schrauben Sie Ihre überhöhten Erwartungen zurück

Überhöhte – berufliche und private – Erwartungen halten vielfach der Realität nicht stand und werden von der Wirklichkeit „eingeholt“. Wenn die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu groß ist, kommt es zu Stress. Werden die Erwartungen und Wünsche auf ein realistisches Maß zurückgeschraubt, entlastet dies alle Beteiligten und schafft individuelle Freiräume.

  1. Denken Sie, bei all der Arbeit, die Sie tun, auch an sich

sonst kann das ernsthafte Konsequenzen für das Privatleben haben.
Mit der Zeit verkümmert dann Ihre Beziehung, Streit und Angriff sind das Resultat und zusätzlich, nagt das auch noch an Ihrer Kraft und Freude.
Dem Tempo und dem Druck – Hauptfaktoren für den Stress können wir uns an manchen Tagen kaum entziehen.
Dennoch sollten Sie Ihr persönliches Tempo auf ein realistisches Ziel hin überprüfen und regulieren.
Schrauben Sie Ihr Überengagement so herunter, dass Sie ein gesundes Gleichgewicht zwischen Arbeit und Entspannung empfinden.

  1. Führen Sie ein gesundes „bewegtes“ Leben

Damit sich Ihre Kraftreserven auffüllen, braucht der Organismus neben genügend Schlaf und „gesunder Nahrung“ auch ausreichend körperliche Betätigung. Vermeiden Sie alle riskanten Sportarten, außer, diese machen Ihnen Spaß. Versuchen Sie stattdessen sich regelmäßig körperlich zu betätigen.
Das kann, neben Yoga, Pilates und Meditation, auch der tägliche Spaziergang, die Gartenarbeit und das Schwimmen sein.
Auch Radfahren tut dem Körper gut und macht den Kopf und die Psyche frei.

  1. Setzen Sie sich und anderen Grenzen

Das bedeutet, “Nein“ zu sagen– zu sich und anderen.
Fällt es Ihnen schwer, sich und anderen Grenzen zu setzen? Machen Sie sich bitte bewusst, wer sich und anderen keine Grenze setzt, dem wird irgendwann die Puste ausgehen.
Nicht jede Arbeit muss sofort und auch die meisten Wünsche müssen nicht umgehend erfüllt werden.
Sorgen Sie für sich, werden Sie „gesund egoistisch“. Das heißt, in weiser Voraussicht zu handeln, um die eigenen Ressourcen nicht zu verschleißen.

Machen Sie sich bewusst, wer “Ja“ sagen kann, kann auch “Nein“ sagen.
Ein
“Nein“ zu Anderen ist ein “Ja“ zu mir selbst.

Ich wünsche Ihnen eine wachsame Woche.

Passen Sie gut auf sich auf.
Ihre
Sabine Lahme

Sabine Lahme ist Inhaberin der Lebens-Linie. Düsseldorfs erste Adresse für Paar- und Eheberatung sowie Beziehungs-Coaching

Lernen Sie “Nein“ zu sagen.

Konflikte in der Beziehung und wie es anders geht.

Konflikte, einer der wesentlichsten Gründe, weshalb es in vielen Beziehungen zwischen den Paaren zu Streitgesprächen kommt.
Wer redet schon gerne über Konflikte!
Wichtige Gespräche kommen in einer Partnerschaft eher zu kurz.
Zumal viele Menschen nicht so gerne in eine Konflikt-Kommunikation gehen, sondern sich lieber davor drücken.

Manche haben den Eindruck, wenn Konflikte anstehen, dass sie bei ihrem Partner kein Gehör finden.
Wiederum Andere erzählen, dass sie gar nicht über ihre Konflikte reden, sondern diese runterschlucken und oft sogar verdrängen.

  • Das ist mir zu anstrengend, ständig diskutieren zu müssen.
  • Mein Partner ist mir bei Konflikten zu emotional, damit kann ich nicht umgehen.
  • Ich komme nicht zu Wort. Nie darf ich ausreden.

So klingen häufige Aussagen, die ich höre, wenn es um die Konflikt-Kommunikation zwischen den Paaren geht.

Konflikt- Kommunikation ist nicht einfach, doch sie ist einfach lernbar.

Besser ist, miteinander zu reden um die Konflikte und Knacknüsse aus der Welt zu schaffen.

Was ist Kommunikation?

Kommunikation ist der Austausch von Informationen.
D. h. es ist ein Geben und Nehmen und somit ein Transfer von Botschaften.

Im Lateinischen ist die Deutung von Kommunikation – communicare –
teilen, teilnehmen lassen, mitteilen, gemeinsam machen.

Das heißt:
Wessen Sprache ich spreche, dessen Wort ich verstehe.

Vor allem in der Konflikt-Kommunikation ist es wichtig, die gleiche Sprache zu sprechen.

Viele Paar streiten sich, keiner hört dem Anderen zu. Alle versuchen sich nur noch zu verteidigen, Botschaften werden nicht mehr wahrgenommen und gehen wegen dem Durcheinander-Gerede verloren.

Doch, wie entsteht ein Konflikt?

Ein Konflikt entsteht in einer Beziehung

  • sobald zwei Personen sich uneinig sind.
  • eine Lösung unmöglich ist.
  • die Wucht des Gespräches zunimmt und
  • die Tendenz zur Eskalation besteht.

Meist entsteht in Konflikten ein sogenannter Teufelskreis.

Beim Teufelskreis gibt es weder Anfang noch Ende.
Die Konflikt-Partner reagieren auf die Vorhaltungen und Vorwürfe des Anderen.
In einem Teufelskreis gibt es einen Verfolger und Einen der sich verfolgt fühlt. Während nun der Eine verzweifelt versucht der Konflikt-Kommunikation zu entfliehen und wegrennt, versucht der Andere mit zunehmendem Unverständnis den Anderen zu verfolgen. Das wiederum provoziert Beide und die Konflikt-Situation droht zu eskalieren.

Leben Paare diese Art von Konflikt-Kommunikation öfter, entsteht so ein Streitmuster. Jedes Muster, so auch unser Konflikt-Streitmuster, wird in unserem Gehirn abgespeichert. Und je mehr wir streiten, umso mehr automatisiert sich ihr Konflikt-Muster.

Denken sie bitte für einen Moment an die Zeit als sie Autofahren gelernt haben.
Wie war das damals mit Bremse und Kupplung und wie automatisiert ist für sie heute das Autofahren.

Ich nenne das die 8-spurige Daten-Autobahn in unserem Gehirn. Diese Daten-Autobahnen = Konflikt-Muster, werden, bei regelmäßiger Übung, in unserem Gehirn programmiert und sind jederzeit wieder abrufbar.

Um nun aus diesem unschönen Streit-Muster heraus zu gehen, ist es nötig durch eine gezielte Musterunterbrechung ein neues positives Konflikt- und Kommunikations-Muster anzulegen.

Das ist anfänglich ein Feldweg, der zudem anstrengend zu gehen ist(denn das alte Muster ist ja gut trainiert), doch wird dieser mit jeder Trainingseinheit breit und breiter.
Damit das neue Muster zum Erfolg führt üben sie das neue Kommunikations-Muster in Ihrem Beziehungs-Alltag.
Dafür brauchen sie ein wenig Geduld.

Machen Sie sich bewusst, jedes Paar sowie jede Persönlichkeit hat sein ganz individuelles Muster.
Diese Muster bewusst zu machen, schafft Raum für so viel Veränderung.
Manchmal ist es ein schmerzhafter Prozess, das Gewohnte zu verlassen.

Doch mit ein wenig Mut und viel Geduld, wird aus einer unschönen Beziehung eine wundervolle vertrauensvolle Partnerschaft.

Ich wünsche Ihnen eine partnerschaftliche Woche.

Passen Sie gut auf sich auf.
Ihre
Sabine Lahme

Sabine Lahme ist Inhaberin der Lebens-Linie. Düsseldorfs erste Adresse für Paar- und Eheberatung sowie Beziehungs-Coaching

Konflikte in der Beziehung und wie es anders geht.

Paar sein trotz Kinder.

Die Zeit vom Paar sein zum Elternwerden ist für die meisten Beziehungen eine große Herausforderung.
Nicht selten stellen die neuen Aufgaben eine große Anstrengung dar.

Gerade waren sie noch zu Zweit, eben Paar und auf einmal befinden Sie sich in der Doppelrolle.
Hier Mama und Papa und dort Frau und Mann.

Um zukünftig die Untiefen, Riffe und Klippen gut zu umschiffen, ist es wichtig beide Ebenen, die als Paar und die als Eltern, gut zu gestalten.

Für die meisten Paare ist eine Beziehung erst vollständig, so sich der Kinderwunsch erfüllt.

Das sie, wenn sie Eltern sind, zu wenig Zeit füreinander haben, noch weniger für sich selbst.
Oft wird nicht angesprochen wer die Aufteilung der Kinderversorgung übernimmt, wer für Hausarbeit zuständig ist und ganz zu schweigen, wer am Wochenende ausschlafen darf.

Wenn aus einem Paar Eltern werden, bleibt nicht selten die Paarebene auf der Stecke.

Doch die Paarebene zu leben ist wichtig und geht auch mit Kindern.

Haben Sie sich schon einmal gefragt:

  • Welche neuen Aufgaben habe ich als Mama/Papa?
  • Wie stelle ich mir meine Rolle als Mama/Papa vor?
  • Wer von uns wird Vollzeit berufstätig sein?
  • Was ist mit unseren individuellen Freizeiten?
  • Wer betreut unser Kind? Babysitter oder Großeltern?

Sich als Paar wieder zu verabreden ist die leichteste Art wieder Gemeinsamkeit auf der Paarebene herzustellen.
Gehen sie doch ab und zu wieder miteinander aus, so wie damals ohne Kinder.
Vereinbaren sie einen fernsehfreien/handyfreien Abend pro Woche, einen Abend bei dem sie gemeinsam kochen, wenn die Kinder im Bett sind, oder einen Spaziergang zu Zweit, so wie früher – eben ohne Kinder.

Reden sie über die Dinge, die sie auf der Paarebene vermissen.

Erzählen sie sich, wie Sie:

  • mit ihren Bedürfnissen und Wünschen umgehen.
  • ihre Zeit zu Zweit (ohne Kind) gestalten.
  • ihre Intimität/Sexualität gemeinsam genießen.
  • bei Fragen zur Kindererziehung miteinander kommunizieren.
  • sich individuell Freiräume zugestehen.
  • in Konflikte den Umgang miteinander gestalten möchten.

Sich als Paar wieder zu daten ist die leichteste Art, wieder Verbindung auf der Paarebene herzustellen.

Entscheiden sie als Paar, dass sie einmal im Monat einen Babysitter engagieren.
Vereinbaren sie mit ihren Eltern einen kinderfreien Tag im Monat.
Wenn möglich bleiben die Kinder über Nacht bei den Großeltern.

Damit punkten sie doppelt.
A, bei ihrem Partner, da sie Raum für Zweisamkeit schaffen und B, bei ihren Kindern da der Großeltern-Tag zu etwas ganz besonderem werden kann.
Sollte das mit den Großeltern nicht gehen, dann aktivieren sie doch die Paten, Freunde oder einen Babysitter.

Denn mit der Unterstützung von außen schaffen sie es wieder Zeit zu Zweit = Paarzeit zu verbringen.

Machen sie sich bewusst, ihre Kinder gehen eines Tages aus dem Haus.
Wenn dann nur noch der Job und die Kinder als Gesprächsstoff in ihrer Partnerschaft übrig sind, bleibt die Paar-Ebene und somit ihre Partnerschaft auf der Strecke.

Nehmen sie sich Zeit für ihre Zweisamkeit und genießen sie es Mann und Frau zu sein.

Ich hoffe, Sie sind gut in das Jahr 2019 gestartet.

Passen Sie gut auf sich auf.
Ihre
Sabine Lahme

Sabine Lahme ist Inhaberin der Lebens-Linie. Düsseldorfs erste Adresse für Paar- und Eheberatung sowie Beziehungs-Coaching

Paar sein trotz Kinder.

Aufschieberitis

Aufschieberitis – fast jeder Mensch kennt sie, oder zumindest die Redewendung, die schon unsere Großeltern benutzt haben.

“Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“.

Die meisten Menschen nehmen sich täglich vor, heute wird nicht verschoben, heute erledige ich alles.
Doch Erstens kommt es erfahrungsgemäß anders und Zweites, als diejenigen die Aufschieberitis haben, denken.

Woher stammt der Begriff Prokrastination, auf Deutsch Aufschieberitis?

Prokrastination stammt aus dem Lateinischen und drückt aus, dass etwas auf Morgen verschoben oder vertagt wird.
Der Begriff dokumentiert das Nichterledigen von Dingen, obwohl wir die Entscheidung getroffen hatten dieses zu erledigen.

Dazu ein Beispiel:

Sie haben sich vorgenommen zum Jahrsende ihren Kleiderschrank aufzuräumen.
Alte und lange nicht mehr getragene Teile zur Kleiderkammer zu bringen und den Rest ordentlich wegzuräumen.
Doch stattdessen verabreden Sie sich mit Ihrem/-r besten FreundIn in der Stadt zum Lunch.

Viele kennen die Aufschieberitis vom Arbeitsplatz.
Dort werden Dokumente gehortet und Emails verschoben, um diese Unterlagen zu einem späteren Zeitpunkt zu bearbeiten.
Statt die angedachten Dinge zu erledigen, lenken Sie sich ab und verkaufen es sich als ok, wenn Sie diese auf Morgen verschieben.
Doch Pustekuchen, ein neuer Tag, eine neue Möglichkeit für die Aufschieberitis, Ihre Aufschieberitis.

Aufschieberitis ist allerdings nicht nur negativ.
Manchesmal lohnt es sich Dinge liegen zu lassen.
Dann wenn Sie wissen, dass es morgen schon wieder anders sein könnte und es sich dadurch erledigt hat.
Zum Konflikt wird die Aufschieberitis nur dann wenn sie dauerhaft benutzt wird und sich chronifiziert.

Was können Sie tun um die Aufschieberitis zu vermeiden?

Hier ein paar Impulse, wie Sie zukünftig die Aufschieberitis vermeiden können. Versuchen Sie es doch einfach und finden Sie selbst heraus, welche der Möglichkeiten am Besten zu Ihnen passt:

  1. Setzen Sie sich realistische Ziele

Schauen Sie der Tatsache ins Auge und stellen Sie sich zukünftig die Fragen:
Schaffe ich das was ich mir vorgenommen habe?
Ist das mir gesteckte Ziel realistisch?
Die häufigsten Gründe für eine Aufschieberitis sind nicht realistische Ziele oder Vorhaben die zu weit weg und unerreichbar sind.

  1. Planen Sie Ihre Projekte mit genügend Zeit

Bei den meisten Projekten ist der Faktor Zeit der Komplize der Aufschieberitis.
Planen Sie also bei Ihrem nächsten Projekt genügend Zeit ein, damit Sie entspannt beginnen können.

  1. Belohnen Sie sich

Belohnungen wirken wie ein Energie-Booster auf uns.
Sie werden durch die Anerkennung des bereits geleisteten motivierter und bestärken dadurch Ihre Fähigkeiten.
Belohnung kann eine Tasse Tee sein, eine kleine Köstlichkeit, oder der Satz, dass Sie stolz auf sich sind und auf das, was Sie geleistet haben.

  1. Sagen Sie nicht zu allem “JA“

Ab und zu dürfen Sie auch “NEIN“ sagen.
Dann wenn Sie merken, dass Sie die Aufgabe, die an Sie gestellt wird nicht bis zur Deadline erledigen werden. Dann wenn Sie bereits genug Arbeit auf Ihrem Schreibtisch haben und dann, wenn Sie sich selbst überfordern.

Noch eine kleine Übung:
Bei allen Dingen, die Sie ab sofort erledigen möchten, fragen Sie sich, ob Sie dafür mehr als 2:30 Minuten Zeit brauchen?
Sollte das nicht der Fall sein, dann erledigen Sie es sofort.

Was auch immer Sie tun, machen Sie es sich bitte bewusst, dass eine Veränderung nicht von heute auf morgen geschieht.
Wandel braucht Zeit.
Doch Sie haben es selbst in der Hand was Sie machen.

Sie haben die Wahl, ob Aufschieberitis oder ab sofort anders.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in das Jahr 2019
mit viel Gesundheit und Glück.

Passen Sie gut auf sich auf.
Ihre
Sabine Lahme

Sabine Lahme ist Inhaberin der Lebens-Linie. Düsseldorfs erste Adresse für Paar- und Eheberatung sowie Beziehungs-Coaching

Aufschieberits

Bräuche und Rituale zur Weihnachtszeit

Bräuche und Rituale gibt es schon lange.

Ist Ihnen bekannt, dass bereits vor knapp 100 Jahren der Adventskalender, durch den Lithografen Gerhard Lang entstanden ist?
Dieser versteckte 24 Bilder hinter Türchen um Kinderaugen zum Leuchten zu bringen.
Und wie jeder weiß, der Kinder, Enkelkinder, Patenkinder oder Kinder im Freundeskreis hat gibt es keinen schöneren Brauch als alljährlich Kinder zu überraschen.

Wussten Sie auch, dass Bräuche und Rituale sogar gut sind für die psychische und körperliche Gesundheit?

Ganz besonders zu Weihnachten leben wir Rituale und Bräuche.
Haben Sie in Ihrer Familie auch einen Brauch, den Sie schon als Kind erlebt haben?
Zum Beispiel das alljährliche gemeinsam in die Christmette gehen, das Singen unter dem Christbaum oder die Besuchsreisen zu den Verwandten an den Festtagen, an denen Würstchen und Kartoffelsalat seit Generationen gereicht werden.
Auch das sind Bräuche und Rituale.

Rituale und Bräuche sind alte Überlieferungen, die meist von Generation zu Generation weitergegeben werden und das aus gutem Grund.

Sie stärken unsere Beziehungen, schaffen Gemeinsamkeiten und sind vor allem für Kinder wichtig.
In einer Forschungsreihe wurde heraus gefunden das Rituale die Familienbande stärken, die Gruppenzugehörigkeit festigen und für die körperliche und geistige Gesundheit wertvoll sind.
Rituale und Bräuche sind belegbare Stabilisatoren für unsere Leben.
Sie sind der Kontrast zu unserem täglichen Stress, bieten dem Leben einen Sinn und fördern unsere Gesundung.
Körperliche Symptome lassen nach, seelische Belastungen werden gemildert und das Leben bekommt mehr Bedeutung.
Sie geben Halt und tragen zur Geborgenheit bei.

Vermehrt in der vorweihnachtlichen Zeit werden in vielen Familien Bräuche und Rituale gelebt.
Denn für die meisten Deutschen, ist der Weihnachtsbrauch eine der wichtigsten Feierlichkeit  des Jahres.
Da werden, in der vorweihnachtlichen Zeit, Plätzchen mit Freunden gebacken, Adventskränze gestaltet, Geschenke gebastelt, Tannenbäume geschmückt, der Weihnachtsmarkt wird besucht, Lichterketten rund ums Haus installiert und Lieder eingeübt.

Rituale und Bräuche stärken unser soziales Miteinander und lassen uns ein wenig der Eintönigkeit des Alltags entfliehen.

Ein wundervoller Ritus könnte zum Beispiel folgendes sein.
Bitten Sie Ihre Kinder, Freunde, die Familienangehörigen oder Ihren Partner eine Liste zu erstellen mit den Wünschen, die Sie für das nächste Jahr haben und bei denen Sie dabei sein sollen.

Das kann zum Beispiel sein.

  • Einen Tag gemeinsam in den Zoo gehen.
  • Einmal im Monat mit Freunden gemeinsam kochen.
  • Einen Tag im Monat für den Partner reservieren um Zeit zu Zweit zu verbringen.

Bräuche können Sie selbst installieren.
Ein wundervoller Brauch kann zum Beispiel folgender sein.

Wie wäre es damit, dass Sie ab sofort für einen der Weihnachtsfeiertage eine Geschichte aussuchen die Sie vorlesen.

Zum Beispiel “die Geschichte vom großen Lebkuchen“ als wiederkehrende Tradition für die nächsten Jahre.

Genießen Sie die Rituale und Bräuche Ihrer Familie mit ganzen Herzen.

Ich wünsche Ihnen eine frohe und zauberhafte Weihnacht.

Passen Sie gut auf sich auf.
Ihre
Sabine Lahme

Sabine Lahme ist Inhaberin der Lebens-Linie. Düsseldorfs erste Adresse für Paar- und Eheberatung sowie Beziehungs-Coaching

Bräuche und Rituale zur Weihnachtszeit

Winterzeit – alle Jahre wieder.

Die Winterzeit ist der letzte Jahres-Abschnitt im Jahr – die 4. Jahreszeit.

Die Tage werden nun noch kürzer und die Nächte noch länger und dunkler.
Der Boden fängt an zu frieren, die Bäume verlieren ihre letzten Blätter und werden nackt und in manchen Gegenden rieselt es leise Puderzucker.
Mancherorts wird es still.

Der Beginn des Rückzugs von uns Menschen zurück in die Häuser.
Auch die Natur kommt zur Ruhe.
Gleichzeitig ist die Winterzeit die kälteste Jahreszeit.

Im Althochdeutschen wird die Winterzeit als „wintar“ angegeben.
Das bedeutet „weiße Zeit“.

Die Winterzeit beginnt mit dem Frühwinter, der im Dezember beginnt und bis Januar andauert.

Der Wintereinbruch, mit erstem Frost und Schnee, läutet diese erste Winterzeit ein.
Zu Beginn des neuen Jahres wird es meist noch einmal ein paar Grad kälter.
Nun sprechen wir vom Hochwinter.
Minustemperaturen sind an der Tagesordnung und in manchen Regionen bedeckt eine weisse Schneeschicht die Erde.
Danach folgt im Februar der Spätwinter.
Die Tage werden wieder länger, die Nächte kürzer und die Temperaturen steigen an.

Astrologisch beginnt die Winterzeit mit der Wintersonnenwende am 21. und 22. Dezember.

Es ist der Zeitpunkt, an dem die Sonne senkrecht über dem südlichen Wendekreis steht und die Tage am Kürzesten sind.

Obwohl diese kalte, strenge und oft trübe Winterzeit viele Festtage mit sich bringt, fühlen sich manche Menschen in dieser Zeit unwohl.
Das drückt sich aus in, Niedergeschlagenheit, Antriebsschwäche bis hin zum Deprimiert sein.
Das liegt häufig daran, dass wir sehr viel Zeit unter künstlichem Licht verbringen, kaum an die frische Luft gehen und das Sonnenlicht fehlt.
Das Sonnenlicht, welches wir benötigen, um das Vitamin D zu bilden.
Vitamin D ist wichtig für unsere Knochen und zur Produktion des Hormons Serotonin – auch Glückshormon genannt – welches durch die Sonneneinstrahlung angeregt wird.

Die Winterzeit hat nicht nur Auswirkungen auf die Natur und die Tierwelt, sondern auch auf uns Menschen.

Unser Körper fährt runter, wir werden ein wenig träger und unsere Stimmungen sind nicht grundsätzlich positiv.
Das liegt am Melatonin.

Im Winter – dann wenn die Tage kürzer und die Nächte länger werden erhöht sich in unseren Körpern das Melatonin.
Melatonin, unser Schlafhormon macht uns matt und verlangsamt den Stoffwechsel.
Parallel dazu tragen wir in der Winterzeit dickere Kleidung, bedingt durch das lange und kalte Klima.
Wärme und Kälte im Wechsel macht uns zudem müde.
Wir ziehen uns zurück und kommen so selbst zur Ruhe.

Der Dezember ist auch der Monat mit vielen Festen und Riten.
Er beginnt mit der Vorbereitung auf die Adventzeit, geht über in die Gestaltung der Weihnachtstage und endet mit dem Silvesterabend am 31.12.

Der Eine oder Andere geht auf den Weihnachtsmarkt, wiederum andere gehen in die Kirche zum Adventsgottesdienst und zünden Kerzen an, beten für die Menschen die sie verloren haben und die, die krank sind, oder halten Fürbitte für sich.
In einigen Haushalten wird gebastelt und es werden leckere Weihnachtsplätzchen gebacken. Und am letzten Tag des Jahres, am 31. Dezember – Silvester – verabreden wir uns wieder um das neue Jahr zu begrüßen.

Alle Jahre wieder – Winterzeit und alle Jahre wieder gibt es wundervolle Rituale.

Leben Sie Ihre Rituale und genießen Sie die Winterzeit, Ihre Winterzeit.

Ich wünsche Ihnen eine geruhsame Woche.

Passen Sie gut auf sich auf.
Ihre
Sabine Lahme

Sabine Lahme ist Inhaberin der Lebens-Linie. Düsseldorfs erste Adresse für Paar- und Eheberatung sowie Beziehungs-Coaching

Winterzeit – alle Jahre wieder.

Auf die Plätzchen fertig los.

Für die Einen sind es nur schlichte Plätzchen, für die Anderen ein altes Weihnachtsritual.

Doch woher kommen sie, die Geschichten über das Plätzchen-Backen?
Weshalb naschen, kaufen oder backen wir diese so gerne zur Weihnachtzeit?

Doch woher kommt der Kult zur Weihnachtszeit Plätzchen zu backen?

Wir alle verbinden mit der Weihnachtszeit auch das Backen von Plätzchen.
Als Kind habe ich es geliebt, mit meiner Großmutter den Teig vorzubereiten.
Dann, wenn es in der Küche nach Hühnersuppe duftete, der Herd angeheizt wurde, es nach Zimt, Orange, Zitrone, Nüssen oder anderen Zutaten roch, dann war sie da, die vorweihnachtliche Zeit, in der bei uns zu Hause Plätzchen auf schwäbisch „Bredla“ gebacken wurden.
Ausrollen, ausstechen, spritzen bis hin zum aufwendigen Dekorieren mit Schokolade, Zuckerguss oder Streusel, das war für mich der Brauch des Plätzchenbackens.
Dazu 3 Geschichten.

Geschichte Nr. 1

Im Mittelalter war es schwierig für die Menschen durch den harten Winter zu kommen.
Die meisten Erdenbürger waren arm und konnten im Winter nur von der Ernte leben, die sie den Sommer über eingefahren hatten.

Obst wurde gedörrt, Fleisch gepökelt und das Mehl wurde nur dann gemahlen, wenn es sofort verbraucht wurde.
Milch und Eier gab es im Winter nur dann wenn genügend Kühe und Hühner vorhanden waren die diese Zutaten lieferten.
Die Winter waren lang und dunkel und die Menschen lebten von den Nahrungsmitteln, die vorhanden waren.
Eine Zeit der Not, in der Plätzchen nur dann gebacken wurden, wenn es der Vorrat zuließ. Zudem waren Plätzchen eine gute Speise um über den Winter zu kommen, da diese viel Fett enthielten und lange haltbar waren.

Geschichte Nr. 2

In den Klöstern wurde alljährlich die Geburt Jesu gefeiert. Zu diesem Fest wurden köstliche Plätzchen und Kekse gebacken und als Gaben an die armen Leute verteilt.
Denn für diese Menschen waren weder Zucker noch Gewürze erschwinglich.
Kekse und Plätzchen sind recht lange haltbar und enthalten viel Fett.
Es war also ein ideales Winteressen.
Plätzchen waren Gaben an die Armen. Dadurch wurden sie zu etwas Besonderem und bereiteten den Armen in der Zeit der Besinnlichkeit ein wenig Freude.

Geschichte Nr. 3

Diese Geschichte geht zurück in das 18. Jahrhundert, in die Zeit der Seefahrerei.
Orientalische Gewürze, Sitten und Gebräuche aus anderen Ländern eroberten die Welt.

Und mit den Gewürzen zog auch der Tee ein in die Häuser – vor allem in die englischen.
Dazu wurde, wie sollte es auch anders sein, köstliches Gebäck gereicht.
Dieses Ritual, zu Tee oder Kaffee, Plätzchen zu reichen, haben wir übernommen und reichen auch noch heute Plätzchen für Tea- oder Coffee-Time.

So wie früher in der feinen Welt der Reichen und Schönen, essen wir auch noch heute kleine Gebäckstückchen, vor allem zur Weihnachtszeit.

Mal mit Nüssen, mal mit Marzipan und vielleicht auch ab und an mit Schokolade verziert. Ganz aktuell sogar vegan oder Laktose frei.
In manchen Regionen Deutschlands sagen die Menschen zum kleinen feinen Backwerk „Platz“ oder „Plotz“.
Das steht mundarttechnisch, für kleiner, flacher Kuchen und daraus entstand das Wort Plätzchen.

Mir persönlich hat es die Geschichte von “ Gretl Zottmann“ angetan, wie der Elisen-Lebkuchen zu seinem Namen kam.

Um die Gegend von Nürnberg gab es früher (und auch noch heute) Lebküchner.
Zu dieser Zeit war des Königs Töchterlein schwer erkrankt und aß nicht mehr.
Der König rief 1000 Gulden aus, für den, der seinem Töchterchen helfen würde.
Ein sehr tüchtiger Lebküchner hörte davon, dessen Töchterlein selbst vor Jahren krank war und gestorben war.
So tüftelte er eines Abend zu später Stunde in seiner Backstube mit Honig, Gewürzen, Mehl und allerlei köstlichen Zutaten, formte daraus kleine Küchlein und schob diese in den Ofen.
Als er das Backwerk aus dem Ofen nahm, war die gesamte Pracht ineinander gelaufen und zu einem Klumpen gebacken.
Verärgert lies er alles stehen und ging zu Bett.
Als er am nächsten Morgen erwachte fand er in der Backstube ein Papier, das zuvor nicht dort war.
Er rief seine Frau und bat diese das Papier zu kosten.
Es schmeckte weder süß noch salzig und zerlief auf der Zunge.

„Versuche es doch unter die Backware zu legen;“ bat seine Frau ihn. Der Lebküchner bestrich das Papier mit dem restlichen Teig des Vortags, schob es in den Backofen und ein wundervolles Gebäck kam heraus, das so wundervoll schmeckte, wie nie eines davor.
Er brachte es dem König um es dem Töchterchen zu reichen. Die es aß und wieder gesund wurde.
Die Frau des Lebküchners hatte in der Zwischenzeit ein goldenes Haar gefunden, so wie das Haar ihrer verstorbenen Tochter aussah.
Und weil diese Elise hieß, wurden ab dieser Zeit die Lebkuchen – Elisen-Lebkuchen getauft.

Erinnern Sie sich beim Backen Ihrer Lebkuchen an diese wundervollen Plätzchen-Geschichte.

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Woche.

Passen Sie gut auf sich auf.
Ihre
Sabine Lahme

Sabine Lahme ist Inhaberin der Lebens-Linie. Düsseldorfs erste Adresse für Paar- und Eheberatung sowie Beziehungs-Coaching

Auf die Plätzchen fertig los.

Motivation – ein Kapital, dass Pflege braucht.

Motivation, was motiviert Sie?

Ob Unternehmer, Manager, Angestellter, Paar, Kinder, Hund, Katze oder Maus.
Motivation, das ist unser Erfolgsbarometer, der uns unser Leben leichter, Dinge messbarer macht und zugleich der Motor ist für unser tägliches Handeln und Tun.
Wir gehen alle lieber motiviert als unmotiviert durch unser Leben.

Motivation, eine Anlage, die wir in uns tragen und die jeden von uns betrifft.

Doch was ist Motivation?

Die Übersetzung ist auf das lateinische Verb “movere“zurückzuführen.
Die Psychologie beschreibt Motivation mit den Worten:

Motivation richtet sich nach einem angegebenen Ziel, auf dessen Resultat eine Belohnung folgt.
Diese grenzt sich vom Motiv ab.
Die Tiefenpsychologie geht davon aus, dass die meisten Motive unbewusst, die Motivation dagegen bewusst angesteuert werden.

Motivation bedeutet „weg von etwas“ (einem unangenehmen Zustand) und “ hin zu etwas“ (einem neuen Ziel).

Motivation, das ist ein Koffer verschiedenster psychologischer Bedürfnisse.

Wie Maslow in seiner Bedürfnispyramide beschreibt, sind das:

  • die Grundbedürfnisse (Essen, Trinken, Schlafen, Verdauung, Sexualität)
  • das Bedürfnis nach Sicherheit
  • Gesellschaftliche Bedürfnisse
  • das Bedürfnis nach Anerkennung bis hin zum
  • Bedürfnis nach Individualität

Die Literatur unterscheidet zwischen zwei Arten der Motivation.
Das ist, zum Einen die “ intrinsische“ = Selbstmotivation und zum Anderen, die “extrinsische“ = Fremdmotivation.

Das Motiv der Selbstmotivation liegt in der Person.
Der Mensch motiviert sich selbst.
Das Motiv der Fremdmotivation liegt im Außen.

Das bedeutet, es bedarf eines Anreizes von außen, der als Motivator dient, um das Ziel zu erreichen.
Der permanente Anreiz ist bei der Fremdmotivation wichtig.

Motivation das ist Kopf und Körper im Einklang.

Wie bekommen sie mehr Lebenslust, Lebensfreude durch Motivation in ihr Leben?

  • Übernehmen Sie die Verantwortung für Ihr Leben.
    Niemand, außer Ihnen ist verantwortlich für Ihr Leben.
  • Fragen Sie sich, was motiviert mich und wer kann mich dabei unterstützen?
    Was machen Sie gerne und weshalb?
    Schreiben Sie es sich auf.
  • Starten Sie mit kleinen Veränderungen.

Nehmen Sie sich kleinere Dinge vor, denn die führen eher zum schnellen Erfolg.

  • Setzen Sie sich neue Motive = Ziele und verfolgen Sie diese konsequent.
  • Belohnen Sie sich für jedes erreichte Ziel.
    Gehen Sie mit sich selbst Kaffee- oder Tee trinken und gönnen sich etwas.

Damit es Ihnen leichter fällt, sich selbst zu begeistern, hier eine kleine Übung:

Setzen Sie sich hin, nehmen sich ein Blatt Papier und schreiben auf, was sie im nächsten Monat erreichen, wandeln und/oder einfach anders machen möchten.
Schreiben sie es so detailliert wie möglich auf.
Oftmals hilft es, die Idee illustrativ zu machen.

Vielleicht gelingt es ihnen sogar, Ihr Ziel künstlerisch zu gestalten.
Machen sie ein Bild aus gesammelten Postkarten, Zeitungsartikeln, aufgehobenen Erinnerungen und gestalten sie daraus eine Collage.
Nur Sie wissen, welche Bedeutung dieses Kunstwerk hat.

Hängen Sie ihr Werk sichtbar auf und schauen es sich täglich, als Motivation, an.

Begeistern Sie sich doch mal wieder für sich selbst.

Ich wünsche Ihnen eine motivierte Woche.

Passen Sie gut auf sich auf.
Ihre
Sabine Lahme

Sabine Lahme ist Inhaberin der Lebens-Linie. Düsseldorfs erste Adresse für Paar- und Eheberatung sowie Beziehungs-Coaching
Motivation – ein Kapital, dass Pflege braucht.

Dankbarkeit, der Begriff der in Vergessenheit gerät.

Dankbarkeit ist eine bejahende Emotion – die Wertschätzung sowie Anerkennung für das was uns gesagt, geschenkt oder gutes getan wird gibt.
Dankbarkeit ist die Lovestory des Lebens, die Anerkennung der gegenständlichen sowie nicht-gegenständlichen Besitztümer und gerät doch in Vergessenheit.

In meiner Kindheit gab es Spielregeln, die meine Eltern mir beigebracht haben.
Dazu gehören zum Beispiel die Formeln, höflich sowie freundlich und wertschätzend anderen Menschen zu begegnen, als auch die Werte “ Danke“  und “ Bitte“  zu sagen.
Heute stelle ich mehr und mehr fest, “ Danke“ und “Bitte“  geraten ebenfalls zunehmend in Vergessenheit.

Dabei wäre die Welt mit ein wenig Dankbarkeit so viel bunter und die Menschen um ein vielfaches freundlicher im Umgang miteinander.

Doch woher kommt es, dass die Dankbarkeit mehr und mehr in der Versenkung verschwindet?

In unserer heutigen Zeit, geprägt von Hektik, Stress und Leistung, rückt das Wort Dankbarkeit in den Hintergrund.
Menschen, die einst fröhlich und beschwingt durchs Leben schritten treffen auf einen rasanteren Anstieg von Erwartungen und Leistungen mit einem unfassbar hohen Anspruch an Perfektionismus.
Dankbarkeit ade, Überbelastung willkommen.

Gerade jetzt in der Advents- und anstehenden Weihnachtszeit, sind wir Menschen um ein vielfaches dankbarer.

Nur schade, dass diese Dankbarkeit viel zu schnell wieder verschwindet.

Robert Emmons, Professor für Psychologie an der University of California, machte dazu im Jahre 2003 zusammen mit seinem Kollegen McCullough Studien zum Thema Dankbarkeit.

Dabei sollten die Testpersonen mehrere Dankbarkeit-Szenarien testen.
Das Ergebnis vorweg.
Die Probanden, die ihre Übungen durchführten, zeigten sich optimistischer, waren lebendiger und hatten eine höhere Zufriedenheit.

Körperliche Symptome wie Unwohlsein, Magen-Darmprobleme, Kopfweh etc. wurden gemildert, die Leistungsfähigkeit erhöht und auch der Schlaf wurde dadurch verbessert. 
Sogar Gefühle wie Ängstlichkeit, Wut und Neid milderten sich.

Bis heute wird weiter an dem Thema Dankbarkeit geforscht.
Dankbarkeitsübungen, so sagt eine Untersuchung haben sogar Auswirkungen auf das Herz und unsere Glücksgefühle.
Sogar die Einnahme von Antidepressiva (bei mittel und leichten) Depressionen, kann durch Dankbarkeitsrituale ersetzt werden.

Laut dem Psychologen Willibald Ruch, lässt sich Dankbarkeit trainieren, ähnlich wie ein Muskel, und zwar so, dass sogar, nach längerer Anwendung, neurobiologische Veränderungen im Scan messbar sind.

Damit Sie das selbst üben können, hier ein paar Dankbarkeits-Rituale.

Dankbarkeits-Ritual Nr. 1

Legen Sie sich ein Tagebuch zu, in das Sie jeden Abend 3 Augenblicke schreiben, für die Sie tagsüber dankbar waren.

  • Das kann eine freundliche Bedienung an der Theke Ihres Einkaufmarktes sein, die Bitte und Danke zu Ihnen sagt
  • ein Autofahrer, der Sie über die Straße lässt oder
  • ein dankbarer Moment mit ihrem/r Partner/Partnerin.

Dankbarkeits-Ritual Nr. 2

Achten Sie täglich darauf Danke und Bitte zu sagen.
Bei jedem “Danke“ und/oder “Bitte“ lächeln Sie und sind dankbar dafür dass Sie es getan haben.

Dankbarkeits-Ritual Nr. 3

Schaffen Sie sich positive Erinnerungen durch Bilder, Fotos oder Sprüche, die Sie an dankbare Momente in Ihrem Leben erinnern.
Legen Sie sich dafür ein Dankbarkeitsbuch zu, in das Sie diese Dinge schreiben, kleben oder legen können.

Schreiben Sie Ihre eigene Dankbarkeits-Liebesgeschichte.

Ich wünsche Ihnen eine dankenswerte Woche. 

Ihre
Sabine Lahme

Sabine Lahme ist Inhaberin der Lebens-Linie. Düsseldorfs erste Adresse für Paar- und Eheberatung sowie Beziehungs-Coaching
Dankbarkeit, der Begriff der in Vergessenheit gerät.

Früher war Weihnachten anders!

Geht es Ihnen aus so, dass Sie manchmal denken, früher war Weinachten anders?

Die Weihnachtsgeschäfts-Vorbereitungen laufen in Stadt und Land auf Hochtour.
Hier ein Weihnachtsbaum, dort eine Adventsausstellung und die ersten Weihnachtsmärkte haben bereits eröffnet.
Jetzt fehlt nur noch die Weihnachtsmusik “ Oh Du Fröhliche“ oder “ Ihr Kinderlein kommet“.

Kaum zeigt der Herbst die letzten Sonnenstrahlen, schon ist er da, der Zauber von Weihnachten.
Im Einzelhandel klingeln längst die Kassen, die Kinder schreiben fleißig ihre Weihnachtswünsche an das Christkind und ich frage mich, war Weihnachtenin meiner Kindheit auch so?

Gewiss, für die eine oder andere Branche ist das Weihnachtsgeschäft die wichtigste Zeit um Umsatz zu erwirtschaften.
Doch ist diese Fülle von Nöten?

Im Jahr 2018 werden, so besagt eine Statistik, 472,30 Euro an Ausgaben (pro Kopf) für Weihnachtsgeschenke verplant.
Das erschreckt mich total.
Das sollen laut dieser Statistik nur 7 Euro mehr sein und bleiben doch mehr als 400 Euro.
Erschreckend.

Verglichen mit dem Weihnachtsfest im Jahr 2017 und dem Fest vor 100 Jahren, so ist spürbar, dass es heute stressiger und reizüberfluteter zugeht.

Die meisten Menschen hetzen abgekämpft durch die Kaufhäuser auf der Suche nach dem ultimativen Geschenk, nicht selten noch mit schreienden und genauso überforderten Kindern an der Hand.

„Oh du Fröhliche“, „Last Christmas“ bis hin zu „Ihr Kinderlein kommet“, klingt es aus allen Lautsprechern. 
Doch von Fröhlichkeit, Lebensfreude und stressfreier Zeit keine Spur.

Vergleicht man ein typisches aktuelles Fest mit einem Christfest vor 100 Jahren, werden viele Unterschiede deutlich.
Und doch haben sich manche Traditionen bis heute erhalten.

Um 1900 wurde die Geburt Christi in der Heiligen Nacht, als Eröffnung des kirchlichen Fests verkündet.
Noch heute beginnen die Feierlichkeit am Heiligen Abend, dem 24. Dezember.
Früher wurde der Weihnachtsbaum mit Kerzen, Weihnachtsgebäck, Nüssen, Äpfeln und Silberband geschmückt.
Das gesamte Haus wurde mit Weihwasser gesegnet und sogar das Vieh wurde in diese Tradition miteingezogen.
Heute hängen wir auch Nüsse und Gebäck an den Weihnachtsbaum, doch die Glaskugeln sind nicht mehr nur Glaskugeln, sondern haben allerlei Formen.
Der Phantasie ist hierbei keine Grenze gesetzt.

Gravierend ist er Unterschied zu früher bei den Geschenken.
Vom Star Wars Stern von Lego, über Playmobil-Spielzeug zu teuren Handy´s bis hin zur teuren Tasche eines Markendesigners, das sind heute die Geschenke, die unterm Weihnachtsbaum liegen.
Da wird mancher Wunschzettel schnell zum Katalog.
Noch in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts, lagen Socken, Handschuhe, Mützen oder handgeschnitzte Holzspielzeuge unterm Baum.

Selbstverständlich gibt es auch Ausnahmen, nämlich diejenigen, die entspannt und gemütlichen Ihre Vorweihnachtsabende gestalten.
Da ist hier eine Adventsausstellung, dort ein Adventskaffee, eben diese beeindruckenden und beschaulichen Momente.
Wie wäre es mit einem Kinobesuch, vielleicht auch mit den Kindern
z. Bsp. “Der Grinch“ mit dem Untertitel
“Es ist nie zu spät um von Weihnachten genervt zu sein“.
Zeit zu Zweit oder für die Familie ohne Prunk und Hektik.

War Weihnachten früher wirklich anders?

Ja, für mich war es anders und vielleicht auch ein wenig besinnlicher.

Doch wir können alle ein anderes Weihnachten verbringen, denn wir sind dafür selbst verantwortlich.

Sie entscheiden, ob Sie Ihre Zeit mit den Menschen verbringen, die Ihnen am Herzen liegen oder lieber der Rastlosigkeit folgen.

Ich wünsche Ihnen eine entspannte Woche.
Ihre
Sabine Lahme

Sabine Lahme ist Inhaberin der Lebens-Linie. Düsseldorfs erste Adresse für Paar- und Eheberatung sowie Beziehungs-Coaching
Früher war Weihnachten anders!

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