Aufschieberitis – fast jeder Mensch kennt sie, oder zumindest die Redewendung, die schon unsere Großeltern benutzt haben.

“Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen“.

Die meisten Menschen nehmen sich täglich vor, heute wird nicht verschoben, heute erledige ich alles.
Doch Erstens kommt es erfahrungsgemäß anders und Zweites, als diejenigen die Aufschieberitis haben, denken.

Woher stammt der Begriff Prokrastination, auf Deutsch Aufschieberitis?

Prokrastination stammt aus dem Lateinischen und drückt aus, dass etwas auf Morgen verschoben oder vertagt wird.
Der Begriff dokumentiert das Nichterledigen von Dingen, obwohl wir die Entscheidung getroffen hatten dieses zu erledigen.

Dazu ein Beispiel:

Sie haben sich vorgenommen zum Jahrsende ihren Kleiderschrank aufzuräumen.
Alte und lange nicht mehr getragene Teile zur Kleiderkammer zu bringen und den Rest ordentlich wegzuräumen.
Doch stattdessen verabreden Sie sich mit Ihrem/-r besten FreundIn in der Stadt zum Lunch.

Viele kennen die Aufschieberitis vom Arbeitsplatz.
Dort werden Dokumente gehortet und Emails verschoben, um diese Unterlagen zu einem späteren Zeitpunkt zu bearbeiten.
Statt die angedachten Dinge zu erledigen, lenken Sie sich ab und verkaufen es sich als ok, wenn Sie diese auf Morgen verschieben.
Doch Pustekuchen, ein neuer Tag, eine neue Möglichkeit für die Aufschieberitis, Ihre Aufschieberitis.

Aufschieberitis ist allerdings nicht nur negativ.
Manchesmal lohnt es sich Dinge liegen zu lassen.
Dann wenn Sie wissen, dass es morgen schon wieder anders sein könnte und es sich dadurch erledigt hat.
Zum Konflikt wird die Aufschieberitis nur dann wenn sie dauerhaft benutzt wird und sich chronifiziert.

Was können Sie tun um die Aufschieberitis zu vermeiden?

Hier ein paar Impulse, wie Sie zukünftig die Aufschieberitis vermeiden können. Versuchen Sie es doch einfach und finden Sie selbst heraus, welche der Möglichkeiten am Besten zu Ihnen passt:

  1. Setzen Sie sich realistische Ziele

Schauen Sie der Tatsache ins Auge und stellen Sie sich zukünftig die Fragen:
Schaffe ich das was ich mir vorgenommen habe?
Ist das mir gesteckte Ziel realistisch?
Die häufigsten Gründe für eine Aufschieberitis sind nicht realistische Ziele oder Vorhaben die zu weit weg und unerreichbar sind.

  1. Planen Sie Ihre Projekte mit genügend Zeit

Bei den meisten Projekten ist der Faktor Zeit der Komplize der Aufschieberitis.
Planen Sie also bei Ihrem nächsten Projekt genügend Zeit ein, damit Sie entspannt beginnen können.

  1. Belohnen Sie sich

Belohnungen wirken wie ein Energie-Booster auf uns.
Sie werden durch die Anerkennung des bereits geleisteten motivierter und bestärken dadurch Ihre Fähigkeiten.
Belohnung kann eine Tasse Tee sein, eine kleine Köstlichkeit, oder der Satz, dass Sie stolz auf sich sind und auf das, was Sie geleistet haben.

  1. Sagen Sie nicht zu allem “JA“

Ab und zu dürfen Sie auch “NEIN“ sagen.
Dann wenn Sie merken, dass Sie die Aufgabe, die an Sie gestellt wird nicht bis zur Deadline erledigen werden. Dann wenn Sie bereits genug Arbeit auf Ihrem Schreibtisch haben und dann, wenn Sie sich selbst überfordern.

Noch eine kleine Übung:
Bei allen Dingen, die Sie ab sofort erledigen möchten, fragen Sie sich, ob Sie dafür mehr als 2:30 Minuten Zeit brauchen?
Sollte das nicht der Fall sein, dann erledigen Sie es sofort.

Was auch immer Sie tun, machen Sie es sich bitte bewusst, dass eine Veränderung nicht von heute auf morgen geschieht.
Wandel braucht Zeit.
Doch Sie haben es selbst in der Hand was Sie machen.

Sie haben die Wahl, ob Aufschieberitis oder ab sofort anders.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in das Jahr 2019
mit viel Gesundheit und Glück.

Passen Sie gut auf sich auf.
Ihre
Sabine Lahme

Sabine Lahme ist Inhaberin der Lebens-Linie. Düsseldorfs erste Adresse für Paar- und Eheberatung sowie Beziehungs-Coaching

Aufschieberits

Sabine Lahme

Sabine Lahme

Beziehungs-Coach mit jahrelanger Erfahrung als geprüfte Psychologische Beraterin. Systemischer Coach für die Bereiche private Partnerschaft, berufliche und private Entwicklung, Unternehmens-Coach, Management-Coach,Fach- und Führungskräfte-Coach, sowie Expertin bei Ehekrisen, Paarkonflikte und Beziehungsproblemen.