Ist Akzeptanz wirklich ein wesentlicher Schlüssel zu Glück?
Weshalb fällt es uns Menschen in manchen Situationen so schwer, Dinge, die wir nicht ändern oder verändern können so zu akzeptieren, wie sie gerade sind?

Akzeptanz, was ist das?

Etwas so zu akzeptieren, wie es jetzt gerade ist, hört sich oftmals an wie Resignation, oder Aufgeben.
Genau das Gegenteil ist der Fall.
In die Akzeptanz zu gehen ist bereits Veränderung.

Akzeptanz bedeutet, die Kränkung, das Verhalten des Gegenübers sowie den eigenen Mangel nicht zu ignorieren, sondern nachsichtig anzunehmen.
Den meisten Menschen fällt dies schwer.
Sie sind gewohnt, sich eher zu ärgern, dem Groll zu folgen, als bei sich klarer hinzuschauen.
Doch genau das ist der wichtigste Schritt um sich mit den eigenen Bedürfnissen, Wünschen und der Gewohnheit im Umgang mit Kränkungen zu beschäftigen.

Dinge, die wir nicht ändern können, zu akzeptieren, ist ein wichtiger Schritt für die Entwicklung der einen Persönlichkeit.

Wer Krisen, Krankheiten, Meinungen, Mängel bei sich und anderen sowie dem eigenen Habitus und sich selbst als Typ akzeptiert, verfügt über einen großen Reichtum an Selbstvertrauen und Selbstwert und einer Menge an Zufriedenheit.

In der Resilienz bedeutet Akzeptanz, alle unveränderbaren und unvermeidbaren Dinge des Lebens zuzulassen.
Das Wort Resilienz kommt ursprünglich aus der Physik und beschreibt, in der Werkstoffkunde die Fähigkeit eines Werkstoffes, sich verbiegen zu lassen und danach wieder in den ursprünglichen Zustand zurückzugehen.
Resilienz (lat. resilire) wird übersetzt mit abprallen, zurückspringen.

Kummer, Leid, Kränkungen, Wendepunkte und Misserfolgen, sind Dinge, die zu unserem Leben gehören.
Haben Menschen gelernt damit umzugehen, dann werden sie als resilient beschrieben.
Sie lassen diese Themen buchstäblich an sich abprallen.
Die Fähigkeit ein „Stehaufmännchen“ – „Stehauffrauchen“ zu sein.

Wie können Sie lernen mit mehr Akzeptanz zu leben?

Um zukünftig zu akzeptieren, ist es wichtig sich die Zeit zu nehmen, um das wahrzunehmen, was passiert ist.
Dazu gehört, die krisenhaften Situationen zu identifizieren, die ein negative Gefühle erzeugen um zukünftig gewandter damit umzugehen.
Ziel ist, die negativen Gedanken und die damit verbundenen Emotionen, sowie die körperlichen Anspannungen mit gezielten Übungen in ein positives Verhalten zu ändern.

Welche Schritte, hin zur Akzeptanz gibt es?

Akzeptanz beginnt bei jedem selbst.
Das bedeutet, bei sich anzufangen, um sich eine Chance einzuräumen, bewusster und gelassener auf Dinge und Situationen zu reagieren.

Schritt Nr. 1, es ist, wie es ist, jetzt.

Nehmen Sie die Situation an.

  • So ist das jetzt!

Schritt Nr. 2, die Analyse:

Analysieren Sie die Situation ohne zu bewerten.
Stellen Sie sich die Frage:

  • Was ärgert mich?
  • Was macht mich wütend?

Schritt Nr. 3 Aufwand vs. Nutzen:

  • Wieviel Energie kostet mich das Thema?
  • Was nutzt es mir, wenn ich mich ärgere?
  • Wie viel Zeit am Tag verbringe ich mit dem Thema?
  • Welchen Nutzen hat es, wenn ich mich von diesem Thema bestimmen lasse?
  • Wie viel besser wäre es für mich, wenn das Ärgernis nicht vorhanden wäre?

Schritt Nr. 4 positive Sicht:

  • Was ist das positive an dieser Situation?
  • Gibt es etwas, was ich positiv sehen kann?

Schritt Nr. 5 Dankbarkeit:

  • Seien Sie dankbar.

Hier eine kleine Übung, wie Sie Ihre Akzeptanz sichtbar machen können.

Besorgen Sie sich 3 kleine Steine, die Sie sich in Ihre Hosentasche, auf den Schreibtisch oder in ihre Geldbörse stecken.
Bei jeder Gelegenheit, in der Sie sich in der Vergangenheit über etwas geärgert haben, oder Sie wütend waren, versuchen Sie die genannten 5 Schritte zu gehen.
Wenn Sie dann am Ende angekommen sind und einen dankbaren Moment haben, dann legen Sie einen Ihrer Steine an eine für Sie sichtbare Stelle und erfreuen sich daran.

Sie trainieren damit, Ihre Wahrnehmung wieder auf das Positive in Ihrem Leben zu lenken. Dadurch verlieren sich Schritt für Schritt die belastenden Dinge und das Leben wird farbenfroher.
Bedenken Sie bitte, dass wird Ihnen nicht jeden Tag zu 100 % gelingen, muss es auch nicht.

Akzeptanz ist der Anfang, fangen Sie bei sich damit an.

Ich wünsche Ihnen eine akzetable Woche.

Passen Sie gut auf sich auf.
Ihre
Sabine Lahme

Sabine Lahme ist Inhaberin der Lebens-Linie | Beratung - Coaching - Wandel. Düsseldorfs erste Adresse für Paar- und Eheberatung sowie Beziehungs-Coaching. – Akzeptanz, der Schlüssel zum Glück?

Akzeptanz, der Schlüssel zum Glück?

Sabine Lahme

Sabine Lahme

Beziehungs-Coach mit jahrelanger Erfahrung als geprüfte Psychologische Beraterin. Systemischer Coach für die Bereiche private Partnerschaft, berufliche und private Entwicklung, Unternehmens-Coach, Management-Coach,Fach- und Führungskräfte-Coach, sowie Expertin bei Ehekrisen, Paarkonflikte und Beziehungsproblemen.