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Die Informationen von den Gefechten in der Ukraine reißen nicht ab, sind für die Psyche sehr belastend und lösen Reaktionen aus wie Ängste, Hilflosigkeit und Stress.
Kein Tag mehr ohne Pandemie, Corona-Höchstinzidenzen und Kriegsberichtserstattungen.
Und das obwohl Corona und die täglichen Meldungen über Tod durch Corona und Zunahme von infizierten Menschen in den letzten 2 Jahren belastend genug waren.
Jetzt auch noch Krieg in der Ukraine.

Laut einer aktuellen Umfrage der Forsa sind gegenwärtig 69 Prozent der deutschen Bevölkerung damit beschäftigt, infolgedessen zu bangen, ob sich die Nato in den Krieg hineinziehen lässt.

Ergebnis sind:

  • schlaflose Nächte
  • Gedankenkreisel
  • Ängste
  • Albträume

Ängste, was lösen sie aus?

Im Normalfall sind Ängste ein Warninstrument und unterstützen uns bei Gefahr.
Denn genau dafür sollte Angst da sein, als Warnsignal, zum Beispiel bei “Rot“ nicht über die Ampel zu gehen.

Um bei Gefahr auf Fluchtmodus gehen zu können, wird der Körper mit Stresshormonen geflutet.
Der Blutdruck steigt durch das Adrenalin, unwichtige Funktionen wie Verdauung werden unterdrückt und auch die Immunabwehr wird durch das Cortisol zurückgefahren.

Bei unvermeidbaren Gefahrensituationen sind diese Funktionen folgerichtig, sinnvoll und überlebensnotwendig.
Jedoch können diese Reaktionen auch durch tägliche Bilder aus den sozialen Medien, Berichterstattungen im TV, oder dem Lesen der Tageszeitung entstehen.
Der Körper ist im Dauerstress – Herzinfarkt, Schlaganfall oder Gefäßerkrankungen können Folgen der Ängste sein.

Können die Ängste auch eine andere Ursache haben?

Ja, das können Ängste sein, die als Übertragung aus der Generation der Kriegskinder, an die Generation der Kinder der Kriegskinder vererbt wurden.
Besonders betroffen sind meist die Menschen, die schon früher vorbelastet waren mit den Traumata der Kriegserlebnisse und bis heute Albträume, Flashbacks und Depressionen davontragen.

Wer in einer Zeit großgeworden ist, in der Krieg allgegenwärtig war, oder wer Flucht und Zerstörung am eigenen Leib erfahren hat, bei dem kann die Situation in der Ukraine alte Erinnerungen wieder hervorrufen.
Traumatische Ereignisse können wieder an die Oberfläche kommen und Ängste treten in den Vordergrund.
Selbst bei Menschen, die keine dieser negativen Episoden erlebt haben, können durch die Kraft des gesprochenen Wortes, durch Erzählungen von nahen Verwandten, Eltern, Großeltern oder Flüchtlingen Ängste entstehen.

Das Einzige was dabei hilft, ist die Ängste ernst zu nehmen und diese nicht zu schmälern.

Was hilft bei Ängsten?

Tipp Nr. 1
Reden Sie offen darüber

Teilen Sie Ihre Sorgen, Ängste und Nöte mit ihren Freunden, dem Partner oder ihrer Familie.
Sprechen Sie Ihre Ängste und Befürchtungen ganz offen an und erzählen Sie auch wie Sie sich dabei fühlen.

Angstforscher empfehlen, wenn Sie Ihre gruseligen Gedanken nicht loswerden, oder die Bilder Sie zu sehr belasten, dass Sie dann darüber sprechen.

Tipp Nr. 2
Achten Sie auf Ihre Wortwahl

Ängste, das wissen die meisten Menschen, sind die denkbar ungünstigsten Begleiter unseres Lebens.

Jedoch kann unsere Sprache, sowie die Benutzung einzelner Wörter Ängste auslösen.

Sprache ist eines der faszinierendsten Instrumente der Menschheit.
Das was wir sagen und die Wörter die wir benutzen, haben eine Wirkung.
Sprache ist Poesie, sie ist Faszination und sie ist auch Psychologie, ganz besonders in der momentanen Krisenzeit.

Tipp Nr. 3
Externe Hilfe

Wenn nichts mehr hilft, dann versuchen Sie es doch mal mit externer Hilfe.
In manchen Situationen ist es nützlich sich professionelle Unterstützung von außen zu holen.

Angst haben wir alle. Der Unterschied liegt in der Frage wovor.
(Frank Thiess)

Ich wünsche Ihnen eine angstfreie und vor allem gesunde Woche.
Passen Sie gut auf sich auf.

Sabine Lahme ist Inhaberin der Lebens-Linie. Düsseldorfs erste Adresse für Paar- und Eheberatung, Mediation sowie Beziehungs-Coaching – Ängste und der Krieg

Ängste und der Krieg

Ihre
Sabine Lahme
Sabine Lahme

Beziehungs-Coach mit jahrelanger Erfahrung als geprüfte Psychologische Beraterin. Systemischer Coach für die Bereiche private Partnerschaft, berufliche und private Entwicklung, Unternehmens-Coach, Management-Coach,Fach- und Führungskräfte-Coach, sowie Expertin bei Ehekrisen, Paarkonflikte und Beziehungsproblemen.

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