Leben Paare über viele Jahre in einer Beziehung, dann sind Konflikte oft unabwendbar.
Sind Paare eher gleichartig, so haben diese auch erfahrungsgemäß eine konfliktfreie, und äußerst stabile Beziehung.
Jedoch bedeutet das nicht, dass diese Paare ohne Konflikte durch die Beziehung gehen.

Was jedoch alle Paare gemeinsam haben, ist die Tatsache, dass, je mehr ungelöste Konflikte in einer Beziehung vorkommen desto unstabiler die Partnerschaft ist.
Das bedeutet nicht, dass Paare, die sich sehr eins sind nicht streiten.

Die meisten Konflikte, in konfliktbeladenen Beziehungen sind banal und würden sich durch eine gute und wohlwollende Kommunikation lösen lassen.
Die Streitigkeiten umfassen die Themen:

  • Arbeitsteilung im Haushalt
  • Kindererziehung
  • Umgang miteinander als Paar
  • Werte und Ziele
  • Ansichten
  • Unstimmigkeiten

Wie wirken sich hitzige Konflikte auf die Partnerschaft aus?

John Gottman, amerikanischer Psychologe und Professor für Psychologie der University of Washington, hat herausgefunden, was die KO-Kriterien für eine Partnerschaft sind.

Er nannte diese, die 4 apokalyptischen Reiter.

  • Kritik (Schuldzuweisungen und Verurteilungen)
  • Verteidigung (Verleumdung und Rechtfertigung)
  • Rückzug (mauern, zumachen bis hin zum Schweigen)
  • Verachtung (herabwürdigen)

Zusätzlich hat John Gottmann über viele Jahre durchleuchtet, wie sich heftige Konfliktsituationen auf die Partnerschaft auswirken und was Paaren hilft um dauerhaft Konfliktsituationen aufzulösen.
Wobei nicht davon auszugehen ist, dass Konfliktsituationen vermeidbar sind, sondern entscheidend ist die Art und Weise, wie Konflikte aufgelöst werden.

Was sind die häufigsten Konfliktsituationen?

  1. Vorwürfe machen, statt Bitte äußern:

Meist wird in konfliktbeladenen Situationen statt einer Bitte ein direkter Vorwurf geäußert.
Die Formulierungen lauten:

  • nie machst Du
  • immer muss ich

statt

  • ich bitte Dich, mich bei der Hausarbeit zu unterstützen
  • ich benötige Unterstützung bei……
  1. Rechtfertigen, statt den Grund dafür nennen:

Die meisten Menschen reagieren, sobald sie angegriffen werden.
Angriff produziert Gegenangriff und der Teufelskreis hat die Streitparteien voll im Griff.
Besser ist den Grund zu nennen, oder nach dem Grund zu fragen, weshalb es gerade so ist wie es ist.
Denn meist gibt es einen guten Grund, weshalb jemand wütend, traurig, sauer oder irritiert ist.

  1. Rückzug, statt Kommunikation

In Konfliktsituationen, verweigert nicht selten ein Partner durch Rückzug und Schweigen den Austausch.
Besser wäre, in einer heftigen Diskussion, um eine kleine Pause zu bitten, statt aus dem Gespräch komplett auszusteigen.

Was hilft in Konfliktsituationen?

  • Versuchen Sie im Konflikt Ihren Partner zu verstehen.
  • Verwenden Sie ICH-Formulierungen, statt Du-Botschaften.
  • Fragen Sie, ob Sie etwas richtig verstanden haben, anstatt Aussagen zu machen.
  • Sagen Sie nicht “NEIN“ zu Konflikten, denn diese sind meist unvermeidbar.
  • Suchen Sie nach wundervollen gemeinsamen Highlights, denn positive Erinnerungen sind ein gutes Rezept für eine wohlwollende Beziehung.
  • Vermeiden Sie den Machtkampf.

Und vor allem, streiten Sie nicht vor anderen Menschen.

Sie haben es selbst in der Hand ob Güte oder heftiger Streit Sie begleitet.

Ich wünsche Ihnen eine konfliktfreie Woche.

Passen Sie gut auf sich auf.

Sabine Lahme ist Inhaberin der Lebens-Linie. Düsseldorfs erste Adresse für Paar- und Eheberatung sowie Beziehungs-Coaching-Weshalb gibt es Konflikte bei Paaren?

Weshalb gibt es Konflikte bei Paaren?

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Sabine Lahme
Sabine Lahme

Sabine Lahme

Beziehungs-Coach mit jahrelanger Erfahrung als geprüfte Psychologische Beraterin. Systemischer Coach für die Bereiche private Partnerschaft, berufliche und private Entwicklung, Unternehmens-Coach, Management-Coach,Fach- und Führungskräfte-Coach, sowie Expertin bei Ehekrisen, Paarkonflikte und Beziehungsproblemen.

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